Kann mehr ......
Wer etwas im Web sucht, geht zu Google. Die erste Adresse unter den
Suchmaschinen bietet allerdings mehr Möglichkeiten, als die meisten Anwender
nutzen.
Wir stellen auch weniger bekannte Google-Dienste vor und sagen, wo Sie sich vor
der neugierigen Datensammelmaschine in Acht nehmen sollten.
Tricks für Google
Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 9.110.000" meldet die Suchmaschine - doch sind
das wirklich die zehn Treffer, die Sie interessieren? Wohl eher nicht, denn
immer mehr Firmen stellen sich auf die Google Auswahlprinzipien ein und schaffen
es, dank intensiver künstlicher Verlinkung und anderer Tricks in den obersten
Ergebnisrängen aufzutauchen. Das ist bares Geld wert, den nur wer in Internet
auch gefunden wird, bekommt die erwünschte Aufmerksamkeit für seine Produkte und
Dienste. Die eigentlich relevanten Fundstellen rutschen dadurch nach hinten. Wir
zeigen, wie Sie möglichst gezielt suchen und dabei zum Beispiel spezielle
Google-Startseiten einsetzen.
Eine reine Suchmaschine ist Google längst nicht mehr. Unter anderem bietet die
Firma inzwischen einen Gratis-Maildienst mit nahezu unendlich großem Postfach.
Das Handwerkszeug für die gezielte Suche
Operatoren: Mit "ODER" in der Suchanfrage finden Sie alle Seiten, in denen der
eine oder der andere Begriff vorkommt. Besonders häufige Wörter wie "und"
ignoriert Google bei der Suche. Muss ein Wort aber auf jeden Fall berücksichtigt
werden, setzen Sie (ohne Leerstellen) ein "+" davor. Mit einen "-" schließen Sie
dagegen Wörter aus, die nicht im Umfeld des Suchergebnisses vorkommen sollen.
Sie suchen ein Zitat, kennen allerdings nur den ungefähren Text? Fehlende Wörter
ersetzen Sie einfach durch "*".
Ein Beispiel: "Wer zu spät kommt, den * das Leben".
Achtung: Das funktioniert nicht mit Wortteilen, "Urheberrecht*" findet also
nicht Einträge mit Begriff "Urheberrechtsgesetz".
Parameter: Sie erlauben die gezielte Suche in Bestimmten Teilen einer Seite
(Zusammenfassung in der Tabelle unten.)
So finden Sie zum Bespiel mit
"allintitle:digicam ixus" Seiten, deren Titel diese zwei Wörter enthält. Bei
einzelnen Begriffen reicht "intitle:", etwa bei "intitle:Urheberrecht".
Gezielte Suche
Mit diesen Befehlen finden Sie schnelle, war Sie suchen. Beachten Sie, dass nach dem Doppelpunkt der Suchbegriff ohne Leerzeichen folgt.
| Suchfeld | bei einem Begriff | bei mehreren Begriffen |
| Internet-Adresse | inurl | allinurl |
| Seitentitel | intitle | allintitle |
| Volltext der Seite | intext | allintext |
| Link-Beschreibung | inanchor | allinanchor |
Musiksammlungen: Auf ähnliche Weise lassen sich übrigens auch ganze
MP3-Sammlungen aufspüren, die oft achtlos auf einem Server geparkt werden. Das
geht beispielsweise mit der Suchanfrage
"intitle:index.of.mp3".
Auch wenn Sie als Anwender diese Verzeichnisse mit einer Homepage verlinkt haben
und nur für den eigenen Bedarf legal nutzen, ist es nicht erlaubt, anderen diese
Daten zugänglich zu machen - und genau das tun Sie in diesem Fall, gewollt oder
ungewollt. Da auch die Industrie über die Registrar-Abfrage binnen Sekunden den
für die Webseite Verantwortlichen ermitteln kann, ist es für die Unternehmen
einfach, entsprechende rechtliche Schitte einzuleiten.
Weitere Google-Hacks: Eine Vielzahl von Beispielen, wie Anwender und
Administratoren leichtsinnigerweise ihre Daten offen legen, demonstriert die
Google Hackig Database (GHDB) unter
http://johnny.ihackstuff.com . Für viele Anwender, deren Daten so
präsentiert wurden, war die Datenbank lehrreich - manche der dort verlinkte
Zugriffsmöglichkeiten sind daher bereits abgeklemmt. Oft finden sich bei Klick
auf "Im Cach" die alten Daten.
Admins Alptraum: Nicht nur Passwörter per Google
Logins: Mit den richtigen Suchaufträgen bringt Google so einiges
ans Licht - zum Beispiel auch Passwörter für Sites im Internet.
Das glauben Sie nicht? Probieren Sie's aus.
Es gibt eine Vielzahl von Wegen, um nach Passwörtern zu suchen, die Anwender und
Webmaster leichtsinnigerweise frei zugänglich herumliegen lassen. Der Tabelle
"Passwörter finden" auf dieser Seite finden Sie einige Suchanfragen. Die Liste
lässt sich mit etwas Kreativität beliebig erweitern. Achten Sie daher als
Administrator unbedingt darauf, dass Sie keine sensiblen Daten frei zugänglich
herumliegen lassen. Das ist nicht zuletzt auch gefährlich, weil immer noch viele
Anwender gleiche oder ähnliche Passwörter für mögliche Logins nutzen.
Beispiele für die Passwortsuche per Google
Passwörter finden
| intitle:"index of pasword" |
| intitle:index.of.password |
| inurl:passlist.txt |
| index of"admin" |
| inurl:password intitle:"index-of" |
| inurl:passlist.txt |
Auch Linux Freunde haben mit Google die möglichkeit spetzielle Daten zu suchen
unter www.google.de/linux
